Neue Ergebnisse zum Schutz vor HIV durch vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten

Neue Ergebnisse zum Schutz vor HIV durch vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten

Die vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten (PreP) ist eine Möglichkeit für HIV-negative Menschen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Dies zeigen Ergebnisse aus der französisch-kanadischen Studie IPERGAY.

Diese kommt zu dem Schluss, dass die anlassbezogene HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) zum Schutz vor HIV-Übertragungen beim Sex unter Männern funktioniert. Die Schutzwirkung sei höher als in einer vorher gelaufenen Studie, weshalb im Verlauf der Studie beschlossen wurde, auch den Teilnehmern aus dem Placebo-Arm der Studie das HIV-Medikament Truvada anzubieten. Die Studie soll noch mindestens ein Jahr fortgeführt werden.

Bei einer HIV-PrEP nehmen HIV-negative Menschen HIV-Medikamente ein, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen. Zugelassen dafür ist bisher nur das HIV-Medikament Truvada®, allerdings nur in den USA und nur für die tägliche Einnahme. Bei der seit 2012 laufenden IPERGAY-Studie unter Männern, die Sex mit Männern haben, nehmen die Teilnehmer frühestens 24 Stunden bis spätestens zwei Stunden vor einem sexuellen Kontakt zwei Truvada®-Tabletten ein. Anschließend nehmen sie am Tag oder an den Tagen, an denen sie Sex haben, sowie an den zwei Tagen nach dem letzten Sex noch jeweils eine Tablette täglich ein.

Weitere Informationen zur PrEP und interessante Diskussionsbeiträge finden Sie unter magazin.hiv.