Drogen

Angebote für intravenös drogengebrauchende Menschen.

Intravenös (im weiteren i.v.) drogengebrauchende Menschen gehören zu den Gruppen, die mit einem erhöhten Risiko leben, sich mit HIV (oder anderen Infektionskrankheiten, hier insbesondere Hepatitis B und C) zu infizieren. Die kriminalisierten Lebensbedingungen von Drogengebrauchenden, Beschaffungsstress, Mangelernährung, unreine Substanzen, unhygienische Konsumbedingungen, sowie risikoreiche Konsumformen tragen zu einem schlechten Gesundheitszustand vieler Betroffener bei.

Leben ist das, was dir passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.

—John Lennon (1940-1980) britischer Musiker und Friedensaktivist.

Um Drogengebraucher über alltägliche Gesundheitsrisiken zu informieren und ihr Gesundheitsbewusstsein zu stärken, ist es wichtig safer use und safer sex immer wieder zu thematisieren.In Kooperation mit dem Streetworkbereich des B2 werden regelmäßig spezielle safer use und safer sex Seminare im „Nadelöhr“ (der Entgiftungsstation des Westfälischen Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie) durchgeführt.
Ein weiterer fester Bestandteil der Kooperation zwischen der AIDS-Hilfe Paderborn und dem niedrigschwelligen Angebot für Drogenkonsumenten ist das vierzehntägige Beratungsangebot im Streetwork Café des KIM „B2“.
Hier beantworten wir Fragen rund um HIV/Aids und Hepatitis, risikominimierten Drogenkonsum und safer sex und verteilen Infobroschüren sowie Kondome und Gleitgel. Darüber hinaus trägt die regelmäßige Präsenz der AIDS-Hilfe dazu bei immer wieder auf die Hilfeangebote der AIDS-Hilfe aufmerksam zu machen und Schwellenängste abzubauen.

Drogengebrauchende Menschen, die HIV positiv /an Aids erkrankt sind, haben meist sehr spezielle Fragen: Was muss ich bei einer Doppelinfektion mit HIV und Hepatitis C beachten? Gibt es Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten und den Substitutionsmitteln? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Wie sage ich es meinem Partner/meiner Partnerin/meiner Familie? Und Vieles mehr.

Bei uns bekommen Sie Beratung rund um die Themen HIV, Hepatitis und Drogengebrauch.

Sie haben Interesse an einer Informationsveranstaltung zum Thema HIV und Hepatits in einer Einrichtung der Drogenhilfe / in einer JVA?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Kontakt:

AIDS-Hilfe Paderborn

Bianca Schröder

Tel: 05251 – 280 298

EMail: Bianca.Schroeder@paderborn.aidshilfe.de

HIV und Hepatitis Prävention für i.v. Drogengebrauchende muss konsequent verknüpft sein mit der Gewährleistung von Bedingungen, die einen risikoarmen Konsum überhaupt möglich machen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Versorgungsnetzes sind die etwa 100 Spritzenautomaten, die es inzwischen in NRW gibt. Die AIDS-Hilfe Paderborn betreut einen Spritzenautomaten am Neuhäuser Tor (neben der öffentlichen Toilette) und schafft damit eine wichtige Ergänzung zum „face to face“ Spritzentausch.

Wozu ist ein Spritzenautomat gut?

Spritzenautomaten bieten drogengebrauchenden Menschen die Möglichkeit, zu jeder Zeit anonym und zu einem günstigen Preis Einmalspritzen und Pflegesets zu erwerben.

Darüber hinaus ist jeder Spritzenautomat mit einem speziellen Entsorgungsschacht kombiniert, in den gebrauchte Spritzbestecke eingeworfen werden können. Die fachgerechte Entsorgung der gebrauchten Spritzen findet vor Ort statt.

Ein Spritzenautomat ist mit einem Zigarettenautomaten vergleichbar und verfügt über sieben Warenschächte. Die Schächte der Spritzenautomaten werden mit Spritzbestecken, Pflege- und Caresets bestückt.

Folgende Spritzen-Päckchen können im Automaten Neuhäuser Tor/ Ecke Kisau erworben werden (es gibt 2 Schächte mit orangenen Sets):

Spritzenautomaten-Päckchengroß

Durch Spritzenautomaten wird gewährleistet, dass auch Konsumenten, die nicht (ausreichend) durch andere niedrigschwellige Präventionsangebote erreicht werden, günstig sterile Spritzbestecke beziehen können.

Ein zweiter Automat in Paderborn befindet sich in der Nähe des Kontaktcafés B2.

www.spritzenautomaten-nrw.de

Netzwerke im Bereich Drogen/Haft

Lokal sind wir vertreten in der Basisgruppe Drogenhilfe Paderborn.

Überregional sind wir vertreten im Landesarbeitskreis Drogen und Haft der Aidshilfe NRW.