Welt-Aids-Tag 2018: Wirksame HIV-Behandlung verhindert sexuelle Übertragung

Welt-Aids-Tag 2018: Wirksame HIV-Behandlung verhindert sexuelle Übertragung

HIV ist unter einer wirksamen Behandlung sexuell nicht übertragbar. Auf dieses wissenschaftliche Ergebnis der diesjährigen Internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam weist die Paderborner AIDS-Hilfe im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. „Eine wirksame HIV-Therapie vermindert die Anzahl der Viren im Körper so stark, dass die Viren nicht mehr messbar sind. Sind die HI-Viren nicht mehr messbar, kann HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen werden. Dieses Konferenzergebnis fassten die Forschenden mit den Worten „Nicht messbar = Nicht übertragbar! (N=N)“ als Botschaft an Menschen mit und ohne HIV zusammen“, erläutert Thorsten Driller, Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Paderborn. Menschen mit HIV können dank der Behandlungserfolge relativ beschwerdefrei leben und erreichen ein nahezu gleiches Lebensalter wie Menschen ohne HIV-Infektion. Sie können an der Gesellschaft teilhaben, arbeiten, ihre Sexualität ohne Angst leben und auf natürlichem Weg Eltern werden. „Mit HIV zu leben ist heute etwas ganz Anderes als vor 20 Jahren“ führt Lena Arndt, Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Paderborn aus. „Wir hoffen, dass die Verbreitung der Botschaft „N = N“ Menschen ermutigt, sich beraten und gegebenenfalls auch testen zu lassen. Denn nur wer von der Infektion weiß, kann auch von den Vorteilen der Behandlung profitieren“, ergänzt Thorsten Driller. „N = N“ ist aber auch eine wichtige Botschaft für die gesamte Bevölkerung: Obwohl viele wissen, dass HIV im Alltag und am Arbeitsplatz nicht übertragbar ist, verspüren sie Unsicherheiten im konkreten Umgang mit Menschen mit HIV. Neuere Entwicklungen wie die Nicht-Übertragbarkeit unter wirksamer Therapie sind wenigen bekannt. „Unwissen und Ängste können aber Quellen der Diskriminierung von Menschen mit HIV sein“, führt Lena Arndt aus. „Wir bieten Beratung für Familienmitglieder und den Freundeskreis ebenso wie für Personal im Gesundheitswesen oder...
Welt-AIDS-Tag: Kommst du klar mit HIV?

Welt-AIDS-Tag: Kommst du klar mit HIV?

„Streich die Vorurteile!“ – Dieser Appell steht im Zentrum des diesjährigen Motivs zum Welt-AIDS-Tag. Es soll Diskriminierung von Menschen mit HIV entgegenwirken sowie Respekt und einen entspannten Umgang mit HIV-positiven Menschen im Alltag fördern. „Du hast HIV? Damit komm ich nicht klar!“, steht groß auf Plakaten, Anzeigen und Faltblättern geschrieben. Das „nicht“ ist knallrot durchgestrichen. Damit sollen Menschen dazu angeregt werden, ihre eigenen Denk- und Verhaltensweisen gegenüber HIV-Positiven auf den Prüfstand zu stellen. Die Botschaft: Menschen mit und ohne HIV können im Alltag ganz entspannt zusammenleben. Mit HIV kann man heute bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie alt werden und leben wie andere Menschen auch. Eine Übertragung von HIV ist unter einer gut wirksamen Therapie nicht mehr möglich. Zugleich erleben Menschen mit HIV immer noch Zurückweisung, Benachteiligung oder Schuldzuweisungen – in der Familie, im Freundeskreis, im Job, in der Freizeit und sogar im Gesundheitswesen. Abwertung und Ausgrenzung machen krank. Sie können zu psychischen Erkrankungen führen und Menschen von Arztbesuchen abhalten. Angst vor Zurückweisung hält Menschen auch vom HIV-Test ab. Sie leben dann oft lange Zeit ohne Behandlung mit HIV – bis sie schwer krank werden. Das alles lässt sich vermeiden, indem wir gemeinsam Diskriminierung entgegentreten. Der Welt-AIDS-Tag ist der Tag, an dem an Solidarität mit HIV-positiven Menschen erinnert wird. In Deutschland leben zurzeit rund 90.000 Menschen mit HIV. Das Motiv „Streich die Vorurteile!“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Bundesgesundheitsministerium, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutscher AIDS-Hilfe und Deutscher...
Johanna Verhoven für den Landesvorstand der Aidshilfe NRW wiedergewählt

Johanna Verhoven für den Landesvorstand der Aidshilfe NRW wiedergewählt

Am 20. Oktober tagte in Oberhausen die Mitgliederversammlung der Aidshilfe NRW. Dort wurde der Landesvorstand neu gewählt. Ihm gehören jetzt Arne Kayser, Heinz-Ulrich Keller, Pierre Kembo Mayamba, Maik Schütz und Johanna Verhoven, die bei uns in der AIDS-Hilfe ebenso im Vorstand aktiv ist, an. Die Mitgliederversammlung verabschiedete auch den Appell „Selbstbestimmung – Akzeptanz – Solidarität“. Den neu und wieder Gewählten wünschen wir eine gelungene Amtszeit mit guten Entscheidungen. Auf dem Foto zu sehen: Maik Schütz, Pierre Kembo Mayamba, Johanna Verhoven, Heinz-Ulrich Keller und Arne Kayser....
Karnevalsparade 2018: Setzt die Segel, hisst die Flaggen!

Karnevalsparade 2018: Setzt die Segel, hisst die Flaggen!

Moin, ihr Landratten und Leichtmatros*innen! Schiffe unter’m Totenkopf sind für uns ein alter Zopf! Wir sind bunter, toller, praller, unter’m Regenbogen Knaller! Ob lesbisch, schwul, bi, hetero, ob queer, ob ohne – sowieso, wir lieben und leben wen und wie wir wollen mit „Hasi Palau“ und “ ab in die Vollen“! Zur närrischen fünften Jahreszeit war unser Herzenslust Team zusammen mit dem PaderPride wieder in Paderborn unterwegs, um bei der Karnevalsparade zu zeigen, dass Paderborn viel zu bieten hat – auch für queere Menschen! Das Motto war: „Setzt die Segel, hisst die Flaggen!“ Mit einem Aquarium als Bollerwagen, jeder Menge Kondomen und Kamelle, bunt kostümiert und super gelaunt war unsere Fußgruppe unterwegs. Impressionen findet ihr in der Galerie!  ...
Welt-Aids-Tag 2017: Frühzeitiger HIV-Test bringt gesundheitliche Vorteile!

Welt-Aids-Tag 2017: Frühzeitiger HIV-Test bringt gesundheitliche Vorteile!

Nur wer von seiner HIV-Infektion weiß, kann von den Behandlungsfortschritten profitieren. Information und Beratung zu allen Fragen rund um HIV bietet in Paderborn seit 30 Jahren die AIDS-Hilfe. Wenn HIV-positive Menschen frühzeitig mit einer Behandlung beginnen, haben sie wesentliche gesundheitliche Vorteile*. Laut Robert Koch-Institut erfolgen in Nordrhein-Westfalen jedoch fast ein Drittel** der HIV-Diagnosen erst dann, wenn die zu behandelnden Personen bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt aufweisen. Darauf weist die AIDS-Hilfe Paderborn im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. „Wir möchten alle, die Fragen zu HIV haben, ermuntern, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung in Paderborn in der AIDS-Hilfe in Anspruch zu nehmen“, erläutert Johanna Verhoven, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe. Beraten wird seit nun mehr 30 Jahren zum Schutz vor HIV und zum HIV-Test. In der AIDS-Hilfe ist auch zu erfahren, wo eine qualifizierte HIV-Behandlung zu erhalten ist. Menschen mit HIV, die frühzeitig eine Behandlung beginnen, haben ein deutlich geringeres Risiko, Aids oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln. „Wir wünschen uns, dass alle Menschen mit HIV von den riesigen Behandlungsfortschritten profitieren können“, ergänzt Norbert Karsunke, ebenfalls Mitglied im Vorstand. Angst vor Diskriminierung ist einer der wesentlichen Faktoren, warum Menschen nicht zum HIV-Test gehen. „In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind noch irrationale Ängste vor Ansteckung zu beobachten, die zu Diskriminierung von Menschen mit HIV führen“, erläutert Verhoven. Auch hier ist die AIDS-Hilfe unterstützend tätig. Sie bietet Beratung für Unternehmen, Betriebe und die Mitarbeitenden von Menschen mit HIV, für im Gesundheitswesen Tätige und weitere Personen an, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind. Wie jedes Jahr finden rund um den Welt-Aids-Tag verschiedene Aktionen statt: Am Welt-Aids-Tag selbst, dem ersten Dezember, findet ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem...
„Fachtag HIV und Aids“ und XXL-Sommerfest

„Fachtag HIV und Aids“ und XXL-Sommerfest

Am 08. September 2017 fand zum 30-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe Paderborn vormittags ein Fachtag unter dem Motto „HIV und Aids“ und abends ein Empfang zum Jubiläum und anschließend eine XXL-Version des traditionellen Sommerfests der AIDS-Hilfe Paderborn in der Kulturwerkstatt in Paderborn statt. 2017 ist für die AIDS-Hilfe in Paderborn ein Jubiläumsjahr. Vor dreißig Jahren wurde sie in den Hochzeiten der Aidskrise gegründet. Obwohl der Verein große Erfolge in dieser Zeit nachweisen kann, so ist der Umgang mit HIV auch in Paderborn häufig von Unsicherheit und Angst geprägt. Die daraus resultierende Diskriminierung von Menschen mit HIV schadet den Betroffenen und hält Menschen vom HIV-Test ab. Nicht zuletzt deshalb war es uns wichtig, mit einem Fachtag Menschen mit unseren Anliegen zu erreichen. Nach einem Come together mit Stehcafé begrüßte die Paderborner Künstlerin* Carsta charmant und mit Witz die zahlreichen anwesenden Gäste. Carsta begleitete den ganzen Tag über in unverwechselbarer Weise, scharfzüngig aber herzlich und einnehmend, die Veranstaltungen. Es waren neben Mediziner_innen auch Kolleg_innen aus befreundeten Einrichtungen, Ehrenamtliche, Klient_innen und weitere Freund_innen der AIDS-Hilfe anwesend, um den Fachvorträgen und Interviews zu folgen. In einem ersten Vortrag widmete sich Prof. Dr. med. Georg Behrens, der in Hannover in der HIV-Forschung aktiv ist, dem Thema Zukunft der HIV-Medizin. Mit viel Humor zeigte er den aktuellen Wissensstand im Bereich HIV auf und erklärte, warum es heute“Leben mit HIV“ anstatt „Sterben an Aids“ heißen muss. Er erläuterte die Zukunftsperspektiven von Menschen mit HIV, wies aber darauf hin, dass auch heute noch in Deutschland Menschen an Aids versterben und immer wieder starke Aids-Symptome zum Alltag gehören. Die medizinische Entwicklung mit neuen Behandlungsmöglichkeiten waren ebenso Thema wie die...