Run for life! Solidaritätslauf beim Osterlauf in Paderborn

Run for life! Solidaritätslauf beim Osterlauf in Paderborn

Die AIDS-Hilfe Paderborn möchte beim diesjährigen Osterlauf am Karsamstag (31. März 2018) erneut unter dem Motto “run for life” teilnehmen. Es wäre schön, wenn möglichst viele Läufer_innen auch in diesem Jahr wieder für die AIDS-Hilfe antreten würden und wir weiterhin gemeinsam Präsenz zeigen. Gebt unsere Idee gerne an andere Interessierte weiter! Wie immer sind wir am Tag des Osterlaufs ab 9 Uhr in der AIDS-Hilfe für unsere Läufer_innen da. Hier könnt ihr euch u.a. euer „run for life“-Lauf-T-Shirt abholen und mit Getränken, Obst, Riegeln sowie viel guter Laune versorgen. Meldet euch bitte zunächst selber beim Osterlauf an (Tipp: Je eher die Anmeldung erfolgt, desto günstiger wird es, denn für Frühentschiedene gibt es eine Ermäßigung (bis zum 28. Februar 2018), danach steigen die Kosten auf einen höheren Betrag). Erst danach meldet ihr euch bei uns an – unbedingt mit Angabe eurer Startnummer und spätestens bis zum 29. März, also Gründonnerstag – , per Mail an thorsten.driller@paderborn.aidshilfe.de, telefonisch unter 05251 280 298 oder persönlich in der AIDS-Hilfe. Dann holen wir euch eure Teilnahmetasche und alles weitere ab. Wir legen allen Spendenläufer_innen alle Utensilien in der AIDS-Hilfe bereit, sodass ihr sie dort bequem abholen könnt. Angemeldet, Tasche abgeholt und kurzentschlossen noch mitmachen? Kein Problem – in der AIDS-Hilfe bekommst du auch noch am Tag des Laufs ein passendes Shirt! Lust aufs Mitlaufen? Mehr Informationen für den “run for life” bekommst du bei Thorsten Driller, den du telefonisch unter 05251 – 280 298 oder per Mail an thorsten.driller@paderborn.aidshilfe.de...
Welt-Aids-Tag 2017: Frühzeitiger HIV-Test bringt gesundheitliche Vorteile!

Welt-Aids-Tag 2017: Frühzeitiger HIV-Test bringt gesundheitliche Vorteile!

Nur wer von seiner HIV-Infektion weiß, kann von den Behandlungsfortschritten profitieren. Information und Beratung zu allen Fragen rund um HIV bietet in Paderborn seit 30 Jahren die AIDS-Hilfe. Wenn HIV-positive Menschen frühzeitig mit einer Behandlung beginnen, haben sie wesentliche gesundheitliche Vorteile*. Laut Robert Koch-Institut erfolgen in Nordrhein-Westfalen jedoch fast ein Drittel** der HIV-Diagnosen erst dann, wenn die zu behandelnden Personen bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt aufweisen. Darauf weist die AIDS-Hilfe Paderborn im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. „Wir möchten alle, die Fragen zu HIV haben, ermuntern, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung in Paderborn in der AIDS-Hilfe in Anspruch zu nehmen“, erläutert Johanna Verhoven, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe. Beraten wird seit nun mehr 30 Jahren zum Schutz vor HIV und zum HIV-Test. In der AIDS-Hilfe ist auch zu erfahren, wo eine qualifizierte HIV-Behandlung zu erhalten ist. Menschen mit HIV, die frühzeitig eine Behandlung beginnen, haben ein deutlich geringeres Risiko, Aids oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln. „Wir wünschen uns, dass alle Menschen mit HIV von den riesigen Behandlungsfortschritten profitieren können“, ergänzt Norbert Karsunke, ebenfalls Mitglied im Vorstand. Angst vor Diskriminierung ist einer der wesentlichen Faktoren, warum Menschen nicht zum HIV-Test gehen. „In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind noch irrationale Ängste vor Ansteckung zu beobachten, die zu Diskriminierung von Menschen mit HIV führen“, erläutert Verhoven. Auch hier ist die AIDS-Hilfe unterstützend tätig. Sie bietet Beratung für Unternehmen, Betriebe und die Mitarbeitenden von Menschen mit HIV, für im Gesundheitswesen Tätige und weitere Personen an, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind. Wie jedes Jahr finden rund um den Welt-Aids-Tag verschiedene Aktionen statt: Am Welt-Aids-Tag selbst, dem ersten Dezember, findet ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem...
„Fachtag HIV und Aids“ und XXL-Sommerfest

„Fachtag HIV und Aids“ und XXL-Sommerfest

Am 08. September 2017 fand zum 30-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe Paderborn vormittags ein Fachtag unter dem Motto „HIV und Aids“ und abends ein Empfang zum Jubiläum und anschließend eine XXL-Version des traditionellen Sommerfests der AIDS-Hilfe Paderborn in der Kulturwerkstatt in Paderborn statt. 2017 ist für die AIDS-Hilfe in Paderborn ein Jubiläumsjahr. Vor dreißig Jahren wurde sie in den Hochzeiten der Aidskrise gegründet. Obwohl der Verein große Erfolge in dieser Zeit nachweisen kann, so ist der Umgang mit HIV auch in Paderborn häufig von Unsicherheit und Angst geprägt. Die daraus resultierende Diskriminierung von Menschen mit HIV schadet den Betroffenen und hält Menschen vom HIV-Test ab. Nicht zuletzt deshalb war es uns wichtig, mit einem Fachtag Menschen mit unseren Anliegen zu erreichen. Nach einem Come together mit Stehcafé begrüßte die Paderborner Künstlerin* Carsta charmant und mit Witz die zahlreichen anwesenden Gäste. Carsta begleitete den ganzen Tag über in unverwechselbarer Weise, scharfzüngig aber herzlich und einnehmend, die Veranstaltungen. Es waren neben Mediziner_innen auch Kolleg_innen aus befreundeten Einrichtungen, Ehrenamtliche, Klient_innen und weitere Freund_innen der AIDS-Hilfe anwesend, um den Fachvorträgen und Interviews zu folgen. In einem ersten Vortrag widmete sich Prof. Dr. med. Georg Behrens, der in Hannover in der HIV-Forschung aktiv ist, dem Thema Zukunft der HIV-Medizin. Mit viel Humor zeigte er den aktuellen Wissensstand im Bereich HIV auf und erklärte, warum es heute“Leben mit HIV“ anstatt „Sterben an Aids“ heißen muss. Er erläuterte die Zukunftsperspektiven von Menschen mit HIV, wies aber darauf hin, dass auch heute noch in Deutschland Menschen an Aids versterben und immer wieder starke Aids-Symptome zum Alltag gehören. Die medizinische Entwicklung mit neuen Behandlungsmöglichkeiten waren ebenso Thema wie die...
Neue Blutspenderichtlinie: Jahresfrist fachlich nicht nachvollziehbar

Neue Blutspenderichtlinie: Jahresfrist fachlich nicht nachvollziehbar

Jahresfrist fachlich nicht nachvollziehbar. HIV-Infektion lässt sich sechs Wochen nach Risiko sicher ausschließen. Nach einer neu formulierten Richtlinie der Bundesärztekammer dürfen schwule und bisexuelle Männer fortan Blut spenden, sofern sie ein Jahr keinen Sex hatten. Dazu erklärt erklärt Norbert Karsunke vom Vorstand der AIDS-Hilfe Paderborn: „Die neu gesetzte Frist ist fachlich nicht ableitbar. Sechs Wochen nach dem letzten Risiko kann eine HIV-Infektion heute sicher ausgeschlossen werden, das wäre eine nachvollziehbare Frist. Die meisten schwulen und bisexuellen Männer sind durch die Jahresfrist weiterhin unnötig von der Blutspende ausgeschlossen. Das geht einerseits nicht weit genug und ist andererseits eine Unverschämtheit. Nicht annehmbar und völlig unverständlich ist zudem die gesonderte Nennung von „transsexuellen Personen mit sexuellem Risikoverhalten“. England und Schottland sind bereits weiter; dort gilt ab 2018 eine Frist von nur noch drei Monaten. Der Europäische Gerichtshof hat 2015 geurteilt, dass ein Ausschluss nur soweit gerechtfertigt ist, wie sich Übertragungsrisiken nicht auf anderen Wegen reduzieren lassen. Die Bundesärztekammer hat Ende der Woche die novellierte „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie)“ online gestellt: http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MuE/Richtlinie_Haemotherapie_2017.pdf Thorsten Driller, Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Paderborn führt aus: „Schwule und bisexuelle Männer von der Blutspende pauschal auszusondern ist nicht mehr zeitgemäß, vielmehr ist bedeutsam, welche tatsächlichen HIV-Risiken im Einzelfall vorlagen. Natürlich ist es schwierig, diese Risiken vor einer Spende abzufragen, nicht zuletzt, weil manche Menschen nicht bereit sind, detailliert Auskunft über ihr Sexualleben zu geben.“ Der „freiwillige Selbstausschluss“ durch eine Befragung ist wichtig, denn bei den Tests von Blutspenden auf HIV wird ein kleiner Teil HIV-infizierter Blutspenden nicht erkannt. Der Grund: Nach der Infektion dauert es einige Zeit, bis HIV im...
PaderPride 2017 – Held*innen gesucht

PaderPride 2017 – Held*innen gesucht

Unter dem Motto „Held*innen gesucht!“ fand 2017 wieder der PaderPride statt. An diesem Fest- und Gedenktag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queer (LSBTTIQ) wurde für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung Flagge gezeigt und gefeiert. Die AIDS-Hilfe und das Herzenslust Team klärte im Rahmen der Veranstaltung über die Situation und Probleme von LSBTTIQ auf und machte damit weitere Schritte in Richtung der Schaffung einer Akzeptanz der vielfältigen sexuellen und geschlechtlichen Ausprägungen. Der PaderPride fand im Rahmen des CSDs (Christopher Street Day) statt, rund um diesen Tag wird weltweit an den sogenannten Stonewall-Aufstand erinnert. Am 28. Juni 1969 wehrten sich die trans- und homosexuellen Besucher der Bar Stonewall gegen die wiederholten Razzien der Polizei. Seit dem ersten Jahrestag dieses Aufstandes wird auch in vielen deutschen Städten mit Paraden für Rechte von LSBTTIQ demonstriert. Nach dem Erfolg im letzten Jahr hatten wir auch diesem Jahr nicht nur am Tag der Veranstaltung selbst, sondern auch in verschiedenen weiteren Veranstaltungen rund um den PaderPride ein interessantes Programm aufgestellt. Der Pride Day stellte den Höhepunkt der Pride Weeks dar.  Mit einem Demonstrationszug durch die Paderborner Innenstadt mit Ausgangs- und Endpunkt Rathausplatz begann um 11 Uhr die Veranstaltung. Mit lautstarker Musik und Seifenblasen zog der bunte Bollerwagen von Herzenslust Aufmerksamkeit auf sich. Beim direkt anschließenden Straßenfest auf dem Rathausplatz in Paderborn übernahmen die Herzenslustler mit den Leuten aus der AIDS-Hilfe wieder den Getränkeverkauf, so dass sich am Stand wieder viele ungezwungene Gespräche ergaben. Ebenso zogen die Mitarbeiter aber mit Kondombriefchen und überarbeiteten Visitenkarten mit Informationen zu den Möglichkeiten, in Pderborn und Umgebung einen HIV-Test zu machen, durch die Menge. Neben...
Gib HIV-PrEP eine Chance!

Gib HIV-PrEP eine Chance!

Schutz vor einer HIV-Infektion ist schon lange nicht mehr nur an das Kondom gebunden. Eher neu und in der schwulen Szene derzeit ein top-aktuelles Thema ist die PrEP, zu der wir am 18. Mai in einem Workshop interessierte schwule Männer informierten. Referiert hat an diesem Abend der Paderborner Arzt und Herzenslust Mitarbeiter Zakhar Yanyushkin, der den Gästen nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus persönlicher Sicht das Thema näher bringen konnte. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Pride Weeks des PaderPride 2017 statt. PrEP ist die Abkürzung für „Prä-Expositions-Prophylaxe“, auf Deutsch: Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt. Bei einer PrEP nehmen HIV-negative Menschen HIV-Medikamente ein, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen. Die Wirksamkeit der PrEP mit dem HIV-Medikament Truvada® ist bei schwulen Männern mit hohem HIV-Risiko nachgewiesen. Bei ihnen schützt die PrEP so gut wie Kondome vor HIV. In sehr seltenen Fällen kann es aber trotz PrEP zu einer Ansteckung kommen. Außerdem schützt die PrEP nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten. Das HIV-Medikament Truvada® gilt als gut verträglich. Eine seltene, aber schwerwiegende Langzeitnebenwirkung ist eine Schädigung der Nieren. Wichtig ist, vor der PrEP und danach alle drei Monate einen HIV-Test zu machen und regelmäßig seine Nierenwerte kontrollieren zu lassen. Truvada® ist bereits in mehreren Ländern für die PrEP zugelassen, die europäische Zulassung erfolgte im August 2016. In Deutschland ist die PrEP seit Oktober 2016 verschreibungsfähig, derzeit wird sie aber nicht von den Krankenkassen finanziert. An weiteren Medikamenten und Darreichungsformen wird derzeit geforscht. Welche persönliche und individuelle Probleme der schwule Mann nach der Entscheidung zur PrEP hat wurde im Nachfeld der Veranstaltung sichtbar: Es ist wohl gerade bei uns in Paderborn...