Weihnachtstombola des Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn

Weihnachtstombola des Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn

Die Vertretung der Beschulten (SV) des Ludwig-Erhard-Berufskollegs kooperierte in diesem Jahr mit der Paderborner AIDS-Hilfe. Im Fokus der Kooperation standen einerseits Veranstaltungen in der Schule, andererseits eine Spendenaktion im Rahmen einer Tombola. Bei einer Veranstaltung Ende November stellten sich ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeitende der AIDS-Hilfe im Rahmen eines Fachgespräches im Forum des LEBK den vielfältigen Fragen der Lernenden rund um die Themen gesellschaftliche Akzeptanz, Aufklärung sowie Begleitung und Selbsthilfe mit HIV/Aids. Im Anschluss an das Gespräch konnten die Beschulten an verschiedenen Stationen mehr zu den Themen theoretisch und praktisch erfahren. Beim Kondom-Führungsschein gab es zum Beispiel eine „theoretische“ und eine „praktische“ Prüfung mit Fragen zum Kondom, beim HIV-Übertragungs- 1,  – 2 oder -3 wurden Situationen benannt (z. B. Besuch der zahnärztlichen Praxis, Tattoostudio, Kuscheln, Oralsex, Spritzen tauschen etc…) und die Teilnehmenden mussten sich wie bei der TV-Sendung „1, 2 oder 3“ auf Felder stellen und das Risiko der Situation bewerten. Im Rahmen der Weihnachtstombola, die in jedem Jahr in der Schule stattfindet, kam zugunsten der Paderborner AIDS-Hilfe die stolze Summe von 2.429,91€ zusammen; diese Summe wurde im Dezember der AIDS-Hilfe übergeben. Ein riesengroßer Dank geht an die begleitenden Lehrpersonen und die SV für die Organisation und an alle Unterstützenden, die fleißig Lose gekauft...
Welt-AIDS-Tag: Kommst du klar mit HIV?

Welt-AIDS-Tag: Kommst du klar mit HIV?

„Streich die Vorurteile!“ – Dieser Appell stand im Zentrum des Motivs zum Welt-Aids-Tag 2018. Es soll Diskriminierung von Menschen mit HIV entgegenwirken sowie Respekt und einen entspannten Umgang mit HIV-positiven Menschen im Alltag fördern. „Du hast HIV? Damit komm ich nicht klar!“, steht groß auf Plakaten, Anzeigen und Faltblättern geschrieben. Das „nicht“ ist knallrot durchgestrichen. Damit sollen Menschen dazu angeregt werden, ihre eigenen Denk- und Verhaltensweisen gegenüber HIV-Positiven auf den Prüfstand zu stellen. Die Botschaft: Menschen mit und ohne HIV können im Alltag ganz entspannt zusammenleben. Mit HIV kann man heute bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie alt werden und leben wie andere Menschen auch. Eine Übertragung von HIV ist unter einer gut wirksamen Therapie nicht mehr möglich. Zugleich erleben Menschen mit HIV immer noch Zurückweisung, Benachteiligung oder Schuldzuweisungen – in der Familie, im Freundeskreis, im Job, in der Freizeit und sogar im Gesundheitswesen. Abwertung und Ausgrenzung machen krank. Sie können zu psychischen Erkrankungen führen und Menschen von Arztbesuchen abhalten. Angst vor Zurückweisung hält Menschen auch vom HIV-Test ab. Sie leben dann oft lange Zeit ohne Behandlung mit HIV – bis sie schwer krank werden. Das alles lässt sich vermeiden, indem wir gemeinsam Diskriminierung entgegentreten. Der Welt-Aids-Tag ist der Tag, an dem an Solidarität mit HIV-positiven Menschen erinnert wird. In Deutschland leben zurzeit rund 90.000 Menschen mit HIV. Das Motiv „Streich die Vorurteile!“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Bundesgesundheitsministerium, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutscher AIDS-Hilfe und Deutscher...
Bundesverdienstkreuz für Lena Arndt

Bundesverdienstkreuz für Lena Arndt

Lena Arndt, die seit Juni 2001 in der AIDS-Hilfe Paderborn arbeitet, wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Vorstand, Team, ehrenamtliche Mitarbeitende sowie die ratsuchenden Menschen der AIDS-Hilfe sind sich einig, dass Lena eine würdige Trägerin dieser Auszeichnung ist. Lena hat sich durch ihre beruflichen als auch ehrenamtlichen Tätigkeiten sowie durch ihre Lebenseinstellung und persönliche Leistungen verdient gemacht. Ihre besonderen Leistungen sind vor allem auf politischem aber auch ehrenamtlichen Gebiet zu sehen. Eine starke Frau, die sich für andere Frauen noch stärker macht. So kann Lena Arndt sicher bezeichnet werden. Eine wichtige Station in ihrer persönlichen und beruflichen Biografie ist auch die Paderborner AIDS-Hilfe. Nachdem sie ihre berufliche Laufbahn im Paderborner Frauenhaus, das auch mit ihrer Mitwirkung gegründet wurde, begonnen hatte, fing 2001 ihre Tätigkeit bei der AIDS-Hilfe Paderborn an. Die Arbeit ist von (oft homosexuellen) Männern geprägt, die Frauen weniger im Blick haben. Doch HIV und Aids ist auch ein Thema für Frauen. Unter den geschätzt 86.100 Menschen, die in Deutschland mit dem Virus leben müssen, sind 17.000 Frauen. Weltweit sind weit über die Hälfte aller infizierten Menschen Frauen. So ist es kaum verwunderlich, dass Lena Arndt auch hier Frauen in den Blick nahm, diese gerade  in der psychosozialen Beratung und Begleitung als Zielgruppe fand, und hier ihre im Frauenhaus erworbenen Kompetenzen einfließen ließ. Mit der Diagnose HIV positiv stellen sich Frauen viele Fragen, bei deren Beantwortung Lena Arndt betroffene Frauen einfühlsam und kompetent, von Frau zu Frau, unterstützt. Unterstützung bekommen nicht nur HIV-positive sondern auch als Familienangehörige, Freundin, Unterstützerinnen oder Pflegerin betroffene Frauen von ihr. Lena Arndt begleitet zudem die Selbsthilfegruppe von HIV positiven Menschen fachlich, baute...
Welt-Aids-Tag 2018: Wirksame HIV-Behandlung verhindert sexuelle Übertragung

Welt-Aids-Tag 2018: Wirksame HIV-Behandlung verhindert sexuelle Übertragung

HIV ist unter einer wirksamen Behandlung sexuell nicht übertragbar. Auf dieses wissenschaftliche Ergebnis der diesjährigen Internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam weist die Paderborner AIDS-Hilfe im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. „Eine wirksame HIV-Therapie vermindert die Anzahl der Viren im Körper so stark, dass die Viren nicht mehr messbar sind. Sind die HI-Viren nicht mehr messbar, kann HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen werden. Dieses Konferenzergebnis fassten die Forschenden mit den Worten „Nicht messbar = Nicht übertragbar! (N=N)“ als Botschaft an Menschen mit und ohne HIV zusammen“, erläutert Thorsten Driller, Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Paderborn. Menschen mit HIV können dank der Behandlungserfolge relativ beschwerdefrei leben und erreichen ein nahezu gleiches Lebensalter wie Menschen ohne HIV-Infektion. Sie können an der Gesellschaft teilhaben, arbeiten, ihre Sexualität ohne Angst leben und auf natürlichem Weg Eltern werden. „Mit HIV zu leben ist heute etwas ganz Anderes als vor 20 Jahren“ führt Lena Arndt, Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Paderborn aus. „Wir hoffen, dass die Verbreitung der Botschaft „N = N“ Menschen ermutigt, sich beraten und gegebenenfalls auch testen zu lassen. Denn nur wer von der Infektion weiß, kann auch von den Vorteilen der Behandlung profitieren“, ergänzt Thorsten Driller. „N = N“ ist aber auch eine wichtige Botschaft für die gesamte Bevölkerung: Obwohl viele wissen, dass HIV im Alltag und am Arbeitsplatz nicht übertragbar ist, verspüren sie Unsicherheiten im konkreten Umgang mit Menschen mit HIV. Neuere Entwicklungen wie die Nicht-Übertragbarkeit unter wirksamer Therapie sind wenigen bekannt. „Unwissen und Ängste können aber Quellen der Diskriminierung von Menschen mit HIV sein“, führt Lena Arndt aus. „Wir bieten Beratung für Familienmitglieder und den Freundeskreis ebenso wie für Personal im Gesundheitswesen oder...
Johanna Verhoven für den Landesvorstand der Aidshilfe NRW wiedergewählt

Johanna Verhoven für den Landesvorstand der Aidshilfe NRW wiedergewählt

Am 20. Oktober tagte in Oberhausen die Mitgliederversammlung der Aidshilfe NRW. Dort wurde der Landesvorstand neu gewählt. Ihm gehören jetzt Arne Kayser, Heinz-Ulrich Keller, Pierre Kembo Mayamba, Maik Schütz und Johanna Verhoven, die bei uns in der AIDS-Hilfe ebenso im Vorstand aktiv ist, an. Die Mitgliederversammlung verabschiedete auch den Appell „Selbstbestimmung – Akzeptanz – Solidarität“. Den neu und wieder Gewählten wünschen wir eine gelungene Amtszeit mit guten Entscheidungen. Auf dem Foto zu sehen: Maik Schütz, Pierre Kembo Mayamba, Johanna Verhoven, Heinz-Ulrich Keller und Arne Kayser....
Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2018

Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2018

Anlässlich des bundesweiten Gedenktags für verstorbene Drogenabhängige erinnern die Paderborner Drogenhilfeeinrichtungen an diejenigen, die an den Folgen ihres Konsums verstorben sind. Bundesweit wurden 2017 in der polizeilichen Kriminalstatistik 1.272 Drogentote erfasst. In Paderborn wurden in der Statistik nur 2 Menschen erfasst, die infolge des Drogenkonsums gestorben sind. Die Statistik trügt: Es werden diejenigen erfasst, die aufgrund einer Überdosierung oder durch tödliche Unfälle unter Drogeneinfluss sterben. Aus der Statistik fallen Drogenabhängige, die nicht polizeilich auffällig geworden sind und/oder die an Folgekrankheiten verstorben sind, wie z.B. Herzversagen aufgrund des Drogenkonsums, Hepatitis C oder HIV/Aids. Die Stadt Paderborn hat ein dichtes Netzwerk an Hilfsangeboten und eine gute Zusammenarbeit der Einrichtungen untereinander. Für diejenigen, denen der Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit nicht gelingt, gibt es in der Stadt Paderborn die Möglichkeit, sich mit sterilem Spritzbesteck zu versorgen, um zu verhindern, sich mit Hepatitis C oder HIV anzustecken. Die in der Paderborner Innenstadt stehenden Spritzenautomaten haben extra einen Entsorgungsschacht für gebrauchte Spritzen, so dass diese nicht herumliegen. Eine Versorgungslücke besteht hier noch im Paderborner Umland: Hier ist es für Drogenabhängige dort nicht möglich, anonym an steriles Spritzbesteck zu kommen. Die „Basisgruppe Drogenhilfe Paderborn“ informierte mit einem Stand vor dem Rathaus über die Angebote der Paderborner Drogenhilfe. Folgende Einrichtungen waren am Stand vertreten: KIM B2, KIM Regenbogen, Drogenberatungsstelle der Caritas sowie die AIDS-Hilfe Paderborn. Außerdem war eine Ansprechpartnerin des Elternselbsthilfekreises für Eltern von Drogenabhängigen...