Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2018

Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige 2018

Anlässlich des bundesweiten Gedenktags für verstorbene Drogenabhängige erinnern die Paderborner Drogenhilfeeinrichtungen an diejenigen, die an den Folgen ihres Konsums verstorben sind. Bundesweit wurden 2017 in der polizeilichen Kriminalstatistik 1.272 Drogentote erfasst. In Paderborn wurden in der Statistik nur 2 Menschen erfasst, die infolge des Drogenkonsums gestorben sind. Die Statistik trügt: Es werden diejenigen erfasst, die aufgrund einer Überdosierung oder durch tödliche Unfälle unter Drogeneinfluss sterben. Aus der Statistik fallen Drogenabhängige, die nicht polizeilich auffällig geworden sind und/oder die an Folgekrankheiten verstorben sind, wie z.B. Herzversagen aufgrund des Drogenkonsums, Hepatitis C oder HIV/Aids. Die Stadt Paderborn hat ein dichtes Netzwerk an Hilfsangeboten und eine gute Zusammenarbeit der Einrichtungen untereinander. Für diejenigen, denen der Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit nicht gelingt, gibt es in der Stadt Paderborn die Möglichkeit, sich mit sterilem Spritzbesteck zu versorgen, um zu verhindern, sich mit Hepatitis C oder HIV anzustecken. Die in der Paderborner Innenstadt stehenden Spritzenautomaten haben extra einen Entsorgungsschacht für gebrauchte Spritzen, so dass diese nicht herumliegen. Eine Versorgungslücke besteht hier noch im Paderborner Umland: Hier ist es für Drogenabhängige dort nicht möglich, anonym an steriles Spritzbesteck zu kommen. Die „Basisgruppe Drogenhilfe Paderborn“ informierte mit einem Stand vor dem Rathaus über die Angebote der Paderborner Drogenhilfe. Folgende Einrichtungen waren am Stand vertreten: KIM B2, KIM Regenbogen, Drogenberatungsstelle der Caritas sowie die AIDS-Hilfe Paderborn. Außerdem war eine Ansprechpartnerin des Elternselbsthilfekreises für Eltern von Drogenabhängigen...
Karnevalsparade 2018: Setzt die Segel, hisst die Flaggen!

Karnevalsparade 2018: Setzt die Segel, hisst die Flaggen!

Moin, ihr Landratten und Leichtmatros*innen! Schiffe unter’m Totenkopf sind für uns ein alter Zopf! Wir sind bunter, toller, praller, unter’m Regenbogen Knaller! Ob lesbisch, schwul, bi, hetero, ob queer, ob ohne – sowieso, wir lieben und leben wen und wie wir wollen mit „Hasi Palau“ und “ ab in die Vollen“! Zur närrischen fünften Jahreszeit war unser Herzenslust Team zusammen mit dem PaderPride wieder in Paderborn unterwegs, um bei der Karnevalsparade zu zeigen, dass Paderborn viel zu bieten hat – auch für queere Menschen! Das Motto war: „Setzt die Segel, hisst die Flaggen!“ Mit einem Aquarium als Bollerwagen, jeder Menge Kondomen und Kamelle, bunt kostümiert und super gelaunt war unsere Fußgruppe unterwegs. Impressionen findet ihr in der Galerie!  ...
Tannenbaumschlagen unterm Windrad

Tannenbaumschlagen unterm Windrad

    Bei echtem Winterwetter sind am Sonntag bei Paderborn-Neuenbeken Nordmanntannen für den guten Zweck gefällt worden. Die Lackmann Phymetric GmbH hatte Mitarbeiter_innen, Bekannte und Geschäftspartner_innen zum Benefiz-Tannenbaumschlagen geladen. Die Kleine Schonung direkt unter einer Windkraftanlage des Typs Enercon E70 hatte Geschäftsführer Jan Lackmann vor 10 Jahren selbst angelegt. „Seit mittlerweile vier Jahren verschenken wir die Bäume im Advent gegen eine Spende für einen guten Zweck“, erläutert Lackmann. Die mittlerweile etwa 2 m hohen Bäume seien diesmal besonders gut weggegangen. Die von den eifrigen Hobby-Förster_innen dann gespendete Summe wurde von der Phymetrik GmbH auf runde 2000 € aufgestockt. Als Spendenempfängerin sei in diesem Jahr bewusst die AIDS-Hilfe Paderborn ausgewählt worden: Die AIDS-Hilfe Paderborn leiste enorm wichtige Aufklärungsarbeit über das gefährliche HI-Virus. „Leider ist das Thema in der Öffentlichkeit aber nicht mehr so präsent, wie es sein sollte“, erläutert Jan Lackmann. Mit der Aktion wolle er helfen, das zu...
Welt-Aids-Tag 2017: Frühzeitiger HIV-Test bringt gesundheitliche Vorteile!

Welt-Aids-Tag 2017: Frühzeitiger HIV-Test bringt gesundheitliche Vorteile!

Nur wer von seiner HIV-Infektion weiß, kann von den Behandlungsfortschritten profitieren. Information und Beratung zu allen Fragen rund um HIV bietet in Paderborn seit 30 Jahren die AIDS-Hilfe. Wenn HIV-positive Menschen frühzeitig mit einer Behandlung beginnen, haben sie wesentliche gesundheitliche Vorteile*. Laut Robert Koch-Institut erfolgen in Nordrhein-Westfalen jedoch fast ein Drittel** der HIV-Diagnosen erst dann, wenn die zu behandelnden Personen bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt aufweisen. Darauf weist die AIDS-Hilfe Paderborn im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. „Wir möchten alle, die Fragen zu HIV haben, ermuntern, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung in Paderborn in der AIDS-Hilfe in Anspruch zu nehmen“, erläutert Johanna Verhoven, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe. Beraten wird seit nun mehr 30 Jahren zum Schutz vor HIV und zum HIV-Test. In der AIDS-Hilfe ist auch zu erfahren, wo eine qualifizierte HIV-Behandlung zu erhalten ist. Menschen mit HIV, die frühzeitig eine Behandlung beginnen, haben ein deutlich geringeres Risiko, Aids oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln. „Wir wünschen uns, dass alle Menschen mit HIV von den riesigen Behandlungsfortschritten profitieren können“, ergänzt Norbert Karsunke, ebenfalls Mitglied im Vorstand. Angst vor Diskriminierung ist einer der wesentlichen Faktoren, warum Menschen nicht zum HIV-Test gehen. „In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind noch irrationale Ängste vor Ansteckung zu beobachten, die zu Diskriminierung von Menschen mit HIV führen“, erläutert Verhoven. Auch hier ist die AIDS-Hilfe unterstützend tätig. Sie bietet Beratung für Unternehmen, Betriebe und die Mitarbeitenden von Menschen mit HIV, für im Gesundheitswesen Tätige und weitere Personen an, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind. Wie jedes Jahr finden rund um den Welt-Aids-Tag verschiedene Aktionen statt: Am Welt-Aids-Tag selbst, dem ersten Dezember, findet ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem...
„Fachtag HIV und Aids“ und XXL-Sommerfest

„Fachtag HIV und Aids“ und XXL-Sommerfest

Am 08. September 2017 fand zum 30-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe Paderborn vormittags ein Fachtag unter dem Motto „HIV und Aids“ und abends ein Empfang zum Jubiläum und anschließend eine XXL-Version des traditionellen Sommerfests der AIDS-Hilfe Paderborn in der Kulturwerkstatt in Paderborn statt. 2017 ist für die AIDS-Hilfe in Paderborn ein Jubiläumsjahr. Vor dreißig Jahren wurde sie in den Hochzeiten der Aidskrise gegründet. Obwohl der Verein große Erfolge in dieser Zeit nachweisen kann, so ist der Umgang mit HIV auch in Paderborn häufig von Unsicherheit und Angst geprägt. Die daraus resultierende Diskriminierung von Menschen mit HIV schadet den Betroffenen und hält Menschen vom HIV-Test ab. Nicht zuletzt deshalb war es uns wichtig, mit einem Fachtag Menschen mit unseren Anliegen zu erreichen. Nach einem Come together mit Stehcafé begrüßte die Paderborner Künstlerin* Carsta charmant und mit Witz die zahlreichen anwesenden Gäste. Carsta begleitete den ganzen Tag über in unverwechselbarer Weise, scharfzüngig aber herzlich und einnehmend, die Veranstaltungen. Es waren neben Mediziner_innen auch Kolleg_innen aus befreundeten Einrichtungen, Ehrenamtliche, Klient_innen und weitere Freund_innen der AIDS-Hilfe anwesend, um den Fachvorträgen und Interviews zu folgen. In einem ersten Vortrag widmete sich Prof. Dr. med. Georg Behrens, der in Hannover in der HIV-Forschung aktiv ist, dem Thema Zukunft der HIV-Medizin. Mit viel Humor zeigte er den aktuellen Wissensstand im Bereich HIV auf und erklärte, warum es heute“Leben mit HIV“ anstatt „Sterben an Aids“ heißen muss. Er erläuterte die Zukunftsperspektiven von Menschen mit HIV, wies aber darauf hin, dass auch heute noch in Deutschland Menschen an Aids versterben und immer wieder starke Aids-Symptome zum Alltag gehören. Die medizinische Entwicklung mit neuen Behandlungsmöglichkeiten waren ebenso Thema wie die...