Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“

Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“

Im Rahmen der „Aktionstage Sucht“ war die AIDS-Hilfe Paderborn heute am gemeinsamen Stand der „Basisgruppe Drogen“ dabei. Was hat das Thema „Drogen“ mit HIV zu tun? Diese Frage konnten die meisten Passant_innen sofort beantworten: Noch immer infizieren sich Viele, die intravenös Drogen konsumieren, und kein sauberes Spritzbesteck benutzen, mit HIV. Das gemeinsame Benutzen von Röhrchen beim Sniefen von Drogen birgt zwar nur ein sehr geringes HIV-Infektionsrisiko (es sei denn, die Schleimhäute sind sehr blutig und das Röhrchen wird sehr schnell weitergereicht). Doch ist die Infektionsgefahr mit einer Hepatitis C gegeben.    ...
Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Am Stand vertreten: v.l.n.r.: Ben Schröder (KIM B2), Margret Diehl (Elternselbsthilfe), Anja Willeke (Caritas, Lobby), Bärbel Kuck (Caritas Suchtberatung), Bianca Schröder (AIDS-Hilfe Paderborn), Fabian Krause (Praktikant B2), Silke Werner (LWL-Klinik Paderborn), Michael Dridger (Praktikant KIM Regenbogen) Der 21. Juli ist der bundesweite Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige. Da es rund um die Libori-Zeit in Paderborn nahezu unmöglich ist, eine Standgenehmigung in der Innenstadt zu bekommen, fand der Stand dieses Jahr bereits heute statt. Trotz vielfältiger Hilfsangebote sterben immernoch Menschen an den Folgen ihrer Abhängigkeit, oder den damit zusammenhängenden lebensfeindlichen Umständen. Anlässlich diesen Tages hat heute die Paderborner Basisgruppe an diejenigen erinnert, die an den Folgen ihres Konsums verstorben sind. Die Basisgruppe ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen der Drogen- und AIDS-Hilfe Paderborn: Dazu gehören KIM B2, KIM Regenbogen, Entgiftungsstation der LWL-Klinik, Drogenberatungsstelle und Lobby der Caritas sowie die AIDS-Hilfe Paderborn. Am gemeinsamen Stand vor dem Rathaus war auch dieses Jahr wieder Frau Diehl als Ansprechpartnerin des Elternselbsthilfekreises für Eltern von Drogenabhängigen vertreten. Trotz starker Hitze und wenig schattigen Plätzen sind viele Menschen am Stand stehen geblieben und es gab zahlreiche Gepräche. Durch die Vorankündigung in der Presse wandten sich die Passant_innen ganz gezielt an uns mit vielen Fragen, manche hilfesuchend, andere neugierig auf die Arbeit der Einrichtungen und wieder andere, um bei einem Kaffee oder einer Waffel ein paar Hintergründe zum Gedenktag für Drogentote zu erfahren. Am Glücksrad gab es bei richtigen Antworten zu Fragen rund um das Thema Sucht und Drogen kleine Preise zu gewinnen, so dass viele Menschen ihr Wissen erweitern konnten. 2014 sind in Paderborn 3 Menschen als “Drogentote” in der polizeilichen Kriminalstatistik verzeichnet. Weitaus mehr Menschen sind...
Gottesdienst und Fackelzug zum Welt-Aids-Tag 2014

Gottesdienst und Fackelzug zum Welt-Aids-Tag 2014

Hier ein paar Impressionen von unseren Aktionen zum Welt-Aids-Tag 2014. In der schönen Atmosphäre des Weihnachtsmarktes sind wir mit Trommeln und Fackeln von der Franziskanerkirche zum Rathaus gezogen, um auf den Welt-Aids-Tag aufmerksam zu machen. Vor dem Rathaus wurde die rote Schleife aus Kerzen gelegt, um auf das Thema HIV und Aids hier in Paderborn aufmerksam zu machen. Wir danken allen Mitwirkenden, allen, die Schleife gezeigt haben und zeigen, die mitgelaufen sind, die mitgetrommelt haben, die uns unterstützt haben, für die gelungene Aktion.       Mehr Fotos in der...
Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende 2014

Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende 2014

Drogenhilfe ist gut vernetzt / Zahl der Drogentoten in Paderborn rückläufig / Safer Use – Angebote auch im Kreisgebiet wichtig Anlässlich des bundesweiten Gedenktags für verstorbene Drogenabhängige haben die Paderborner Drogenhilfeeinrichtungen an diejenigen erinnert, die an den Folgen ihres Konsums verstorben sind. Bundesweit wurden 2013 in der polizeilichen Kriminalstatistik 1.002 Drogentote erfasst (6 Prozent mehr als 2012). In Paderborn sind die Zahlen entgegen dem bundesweiten Trend weiterhin rückläufig: Im Jahr 2013 wurde in Paderborn eine Person als Drogentote_r erfasst. In der Statistik werden diejenigen erfasst, die aufgrund einer Überdosierung, infolge langzeitlichen Drogenmissbrauchs oder durch tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen sterben. Oftmals ist es aber schwierig, die Todesumstände direkt dem Drogenmissbrauch zuzuordnen. So fallen schnell Menschen aus der Statistik, die nicht polizeilich auffällig geworden sind und/oder die an Folgekrankheiten verstorben sind, wie z.B. Hepatitis C oder HIV/Aids. Die rückläufigen Zahlen für den Kreis Paderborn sind dennoch ein voller Erfolg: Paderborn hat ein dichtes Netzwerk an Hilfsangeboten und eine gute Zusammenarbeit der Einrichtungen untereinander. Für diejenigen, denen der Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit nicht gelingt, gibt es in der Stadt Paderborn die Möglichkeit, sich mit sterilem Spritzbesteck zu versorgen, um zu verhindern, sich mit Hepatitis C oder HIV anzustecken. Die in der Paderborner Innenstadt stehenden Spritzenautomaten haben extra einen Entsorgungsschacht für gebrauchte Spritzen, so dass diese nicht herumliegen. Eine Versorgungslücke besteht hier noch im Paderborner Umland: Hier ist es für Drogenabhängige nicht möglich, anonym an steriles Spritzbesteck zu kommen. Doch auf diese Lücke wurde bereits reagiert: Die AIDS-Hilfe Paderborn hat bereits einen Antrag zur Aufstellung eines Spritzenautomaten in der Stadt Delbrück gestellt, so dass dort zum einen Infektionen mit HIV...