Bundesverdienstkreuz für Lena Arndt

Bundesverdienstkreuz für Lena Arndt

Lena Arndt, die seit Juni 2001 in der AIDS-Hilfe Paderborn arbeitet, wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Vorstand, Team, ehrenamtliche Mitarbeitende sowie die ratsuchenden Menschen der AIDS-Hilfe sind sich einig, dass Lena eine würdige Trägerin dieser Auszeichnung ist. Lena hat sich durch ihre beruflichen als auch ehrenamtlichen Tätigkeiten sowie durch ihre Lebenseinstellung und persönliche Leistungen verdient gemacht. Ihre besonderen Leistungen sind vor allem auf politischem aber auch ehrenamtlichen Gebiet zu sehen. Eine starke Frau, die sich für andere Frauen noch stärker macht. So kann Lena Arndt sicher bezeichnet werden. Eine wichtige Station in ihrer persönlichen und beruflichen Biografie ist auch die Paderborner AIDS-Hilfe. Nachdem sie ihre berufliche Laufbahn im Paderborner Frauenhaus, das auch mit ihrer Mitwirkung gegründet wurde, begonnen hatte, fing 2001 ihre Tätigkeit bei der AIDS-Hilfe Paderborn an. Die Arbeit ist von (oft homosexuellen) Männern geprägt, die Frauen weniger im Blick haben. Doch HIV und Aids ist auch ein Thema für Frauen. Unter den geschätzt 86.100 Menschen, die in Deutschland mit dem Virus leben müssen, sind 17.000 Frauen. Weltweit sind weit über die Hälfte aller infizierten Menschen Frauen. So ist es kaum verwunderlich, dass Lena Arndt auch hier Frauen in den Blick nahm, diese gerade  in der psychosozialen Beratung und Begleitung als Zielgruppe fand, und hier ihre im Frauenhaus erworbenen Kompetenzen einfließen ließ. Mit der Diagnose HIV positiv stellen sich Frauen viele Fragen, bei deren Beantwortung Lena Arndt betroffene Frauen einfühlsam und kompetent, von Frau zu Frau, unterstützt. Unterstützung bekommen nicht nur HIV-positive sondern auch als Familienangehörige, Freundin, Unterstützerinnen oder Pflegerin betroffene Frauen von ihr. Lena Arndt begleitet zudem die Selbsthilfegruppe von HIV positiven Menschen fachlich, baute...
Welt-Aids-Tag 2018: Wirksame HIV-Behandlung verhindert sexuelle Übertragung

Welt-Aids-Tag 2018: Wirksame HIV-Behandlung verhindert sexuelle Übertragung

HIV ist unter einer wirksamen Behandlung sexuell nicht übertragbar. Auf dieses wissenschaftliche Ergebnis der diesjährigen Internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam weist die Paderborner AIDS-Hilfe im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. „Eine wirksame HIV-Therapie vermindert die Anzahl der Viren im Körper so stark, dass die Viren nicht mehr messbar sind. Sind die HI-Viren nicht mehr messbar, kann HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen werden. Dieses Konferenzergebnis fassten die Forschenden mit den Worten „Nicht messbar = Nicht übertragbar! (N=N)“ als Botschaft an Menschen mit und ohne HIV zusammen“, erläutert Thorsten Driller, Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Paderborn. Menschen mit HIV können dank der Behandlungserfolge relativ beschwerdefrei leben und erreichen ein nahezu gleiches Lebensalter wie Menschen ohne HIV-Infektion. Sie können an der Gesellschaft teilhaben, arbeiten, ihre Sexualität ohne Angst leben und auf natürlichem Weg Eltern werden. „Mit HIV zu leben ist heute etwas ganz Anderes als vor 20 Jahren“ führt Lena Arndt, Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Paderborn aus. „Wir hoffen, dass die Verbreitung der Botschaft „N = N“ Menschen ermutigt, sich beraten und gegebenenfalls auch testen zu lassen. Denn nur wer von der Infektion weiß, kann auch von den Vorteilen der Behandlung profitieren“, ergänzt Thorsten Driller. „N = N“ ist aber auch eine wichtige Botschaft für die gesamte Bevölkerung: Obwohl viele wissen, dass HIV im Alltag und am Arbeitsplatz nicht übertragbar ist, verspüren sie Unsicherheiten im konkreten Umgang mit Menschen mit HIV. Neuere Entwicklungen wie die Nicht-Übertragbarkeit unter wirksamer Therapie sind wenigen bekannt. „Unwissen und Ängste können aber Quellen der Diskriminierung von Menschen mit HIV sein“, führt Lena Arndt aus. „Wir bieten Beratung für Familienmitglieder und den Freundeskreis ebenso wie für Personal im Gesundheitswesen oder...
Schmieden mit Herzenslust

Schmieden mit Herzenslust

Jeder ist seines Glückes Schmied! Das haben wir wörtlich genommen bei einem Schmiede-Workshop für schwule Männer. Herzenslust hatte schwule Männer eingeladen, sich buchstäblich alle Stigmatisierungen, von anderen und sich selbst, aus dem Leib zu schlagen. Und das beim heißen Feuer einer Schmiede. Echtes Reinhauen war angesagt! An einem Samstag im November fanden wir uns in der alten Dorfschmiede in Benhausen ein, um verschiedene Werke zu schmieden. Lustig war, dass es viele (sprachliche) Parallelen zum schwulen Leben gibt, etwa wenn die Arme vom vielen Pumpen schmerzen, das Blasen auf Dauer anstrengend wird oder Fäuste die Luft wegnehmen, wenn sie zu tief stecken. Am Ende des Tages waren wir überrascht, was an einem Tag für wunderbare Werkstücke, ganz ohne Vorkenntnisse, gefertigt werden können. Fotos von der Aktion sind in der Galerie zu...